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JEB-Gendefekt
(beim Belgischen Kaltblutpferd)
JEB ist eine tödliche Hauterkrankung, beim Menschen auch unter dem Namen Herlitz-Defekt bekannt. Betroffene Fohlen verlieren kurz nach der Geburt Hautteile am Kopf, Hals und Rumpf. Auch das Hufhorn löst sich von der Huflederhaut ab. Dieser Erbdefekt ist bisher eindeutig nur im Belgischen Kaltblutpferd und seinen Kreuzungen aufgetreten. Es gibt jedoch Hinweise auch bei anderen Rassen in den USA und Europa.
Die JEB wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet, daß ein Pferd nur erkrankt, wenn es je ein betroffenes Gen von Vater und Mutter erhalten hat. Es müssen also sowohl Vater- als auch Muttertier das kranke Gen tragen. Träger, d.h. Tiere mit nur einem betroffenen Gen, können zwar selbst nicht erkranken, geben aber die Erbanlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Nachkommen weiter. Bei der Verpaarung von zwei Trägern besteht die Gefahr, daß die Nachkommen von der Erkrankung betroffen sind. Deshalb sollte niemals ein Träger mit einem anderen Träger verpaart werden.
Der DNA-Test zum Nachweis der JEB bietet Tierärzten und Züchtern ein effizientes und äußerst sicheres Mittel zur Identifizierung der Pferde, die das Gen für diese Erkrankung in sich tragen und aufgrund des rezessiven Erbgangs selbst nicht erkranken
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