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Nr. 10 Zuchtprogramm für die Rasse Drum Horse / Trommelpferd (Ursprungszuchtbuch - offenes Zuchtbuch)
Grundlage
Die Zucht des Drum Horse / Trommelpferd wird von ECHA-ESV e. V., 26835 Hesel, in eigenständiger Population betrieben. ECHA-ESV e. V. ist die Organisation, die im Sinne der Vorgaben der EU das Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse Drum Horse / Trommelpferd führt.
Rasse: Drum Horse / Trommelpferd
Herkunft:
Länder, in denen Drum Horses / Trommelpferde gezüchtet werden. Vornehmlich in Großbritannien und Nordamerika.
Größe: ca. 154 – 180 cm
Farben: gescheckt und einfarbig
Allgemeines:
Das Drum Horse /Trommelpferd ist eine Anpaarung folgender Rassen:
Shire, Clydesdale und Irish Cob oder Irish Cob Crossbred, wobei keine der einzelnen Blutanteile 87 % (7/8) übersteigen darf und der Prozentsatzes des Irish Cob oder Irish Cob Crossbred nicht unter 12,5 % (1/8) fallen darf.
Zuchtziel:
Zuchtziel des Drum Horses / Trommelpferdes (kurz: Drum Horse) ist es, ein Schwergewichtspferd zu entwickeln, dass die besten Exemplare des Shires, des Clydesdales und des Irish Cob oder Irish Cob Crossbred benutzt und sich auf die Zucht für Athletik, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit für alle Reitdisziplinen konzentriert. Der Grundgedanke für das Drum Horse ist ein Arbeitspferd, das den Reiter und die schweren Kesselpauken der Kavallerie der englischen Königin tragen kann.
Allgemeine Erscheinung:
Der Gesamteindruck des Drum Horses sollte der eines eleganten, schweren Pferdes mit großer Stärke und Beweglichkeit sein. Das Drum Horse ist ein schweres Reitpferd und sollte deshalb die Athletik zeigen, um die Konkurrenzfähigkeit in allen Reit- und Fahrdisziplinen zu beweisen. Das Drum Horse soll ein großrahmiges, gut bemuskeltes Pferd von Mittelgewicht bis Schwergewicht sein, mit guter Qualität des Knochenbaus, ein athletischer Körper, ein freundlicher Ausdruck und üppiger Behang bei Mähne und Schweif inklusive Beinbehang.
Größe:
Das Drum Horse sollte ein großes, athletisches Pferd sein, das in einer Vielfalt der Reitdisziplinen eingesetzt werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Züchter aufgefordert, nur Zuchtmaterial zu benutzen, das ihnen hilft, ihre Drum Horses mit einem Stockmaß von 163 cm oder größer zu züchten.
Veranlagung:
Das Drum Horse soll einen guten Charakter zeigen und ein williger und sensibler Partner sein.
Farbe:
Drum Horse können jede Grundfarbe haben, sei es einfarbig oder bunt. Es gibt keine Bevorzugung von bunten Pferden gegenüber einfarbigen Pferden.
Haare:
Mähne und Schweif sollen natürlich und üppig sein. Der Behang ist ein charakteristisches Merkmal für das Drum Horse. Der Behang soll vorzugsweise über dem Fesselgelenk beginnen und bis zum Vorderknie und Sprunggelenk reichen. Er soll um das ganze Bein gehen und den Huf ganz bedecken. Der Beinbehang soll seidig und weich sein und kann glatt oder lockig sein. Das Stutzen der Mähne, des Schweifes und Behanges ist nicht erwünscht, aber erlaubt, wenn es für eine Disziplin, in der das Pferd startet, erforderlich ist. Abschneiden oder Stutzen der Körperhaare, der Ganaschen- und Ohrhaare ist erlaubt und jedem einzelnen Züchter überlassen. Das Kupieren der Schweife ist nicht erlaubt.
Bewegung:
Das ideale Drum Horse sollte sich in allen drei Grundgangarten natürlich mit Vorwärtsdrang und Erhabenheit bewegen:
Schritt:
Das Pferd sollte flach im klaren Viertakt mit raumgreifendem Schritt gehen. Der Schritt sollte konstant und ausbalanciert sein.
Trab:
Der Trab sollte gut abgestimmt, gerade und ausbalanciert sein. Es sollte ein klarer Zweitakt sein, in dem sich die Vorder- und Hinterbeine diagonal bewegen. Die Aktion des Vorderknies sollte flott und natürlich anmutend, geregelt und raumgreifend sein. Das Drum Horse sollte seine Hinterbeine ebenso mit kraftvollem Schub aus der Hinterhand benutzen.
Galopp:
Der Galopp sollte eine fließende Dreitaktbewegung sein, der Gleichgewicht und Kadenz mit starkem Gebrauch der Hinterhand zeigt.
Kopf:
Der Kopf soll attraktiv und im richtigen Verhältnis zum Körper sein. Die Stirn und das Genick sollten breit, aber nicht so breit sein, dass sie ihre Proportionen zur Länge des Kopfes verlieren. Das Maul und die Ganaschen sollen ausgeprägt sein und zum Rest des Kopfes passen. Unter- und Oberlippe sollen gleichmäßig sein und das Gebiss des Pferdes ebenfalls (kein Überbeißer). Die Ohren sollen attraktiv und aufmerksam in einem guten Verhältnis zum Kopf getragen werden. Die Augen sollen ausdrucksvoll und freundlich und in einer angemessenen Größe zum Pferdekopf sein. Die Augen können jede Farbe haben. Beide Profile (konvexer und gerader Nasenrücken) werden erlaubt und sollen dem Körperbau des Pferdes entsprechen.
Hals:
Der Hals sollte lang, gut bemuskelt und im Verhältnis zur Größe des Pferdes stehen. Der Kehllappen sollte klar sein. Es sollte eine gute Biegung des Genickes vorhanden sein. Die Länge des Halses sollte in gutem Verhältnis zur Länge des Rückens stehen und sanft in den Widerrist fließen. Hengste sollen einen maskulinen Mähnenkamm haben, der in gutem Verhältnis zur Größe und Umfang des Halses steht. Stuten sollten einen feineren, weiblichen Kopf und Hals haben.
Brust:
Die Brust sollte tief, breit und kräftig bemuskelt sein und im guten Gleichgewicht zu der Erscheinung des restlichen Körpers stehen.
Schulter:
Die Schulter sollte gut gelagert sein, das heißt kräftig, gut bemuskelt und nicht zu steil, eher schräg. Die Schräge der Schulter und die Neigung der Fessel sollten im Idealfall denselben Winkel aufweisen (möglicht 45 bis 50 Grad Neigung).
Widerrist:
Der Widerrist sollte eine durchschnittliche Höhe haben (nicht zu hoch und nicht zu tief) und ausdrucksvoll mit gutem Muskelfleisch umgeben sein. Er soll lang in den Rücken reichen, um eine größere Möglichkeit in der Bewegung der Vorderbeine zu erlauben.
Rücken, Niere und Kruppe:
Der Rücken soll stark und in Proportion zum Gebäude des Pferdes sein. Der Rücken soll passend mit der Niere sein, die breit und stark beim erwachsenen Pferd sein soll. Die Niere soll fließend in die Kruppe übergehen, die eine leicht abschüssige Neigung haben soll. Die Kruppe soll nicht zu kurz und nicht zu rund sein.
Rumpf:
Der Rumpf soll gut gebogen mit langen, gut geformten Rippen (tonnenförmig) sein. Von der Seite gesehen soll die Länge des Rumpfes ungefähr der Länge der Hinterhand entsprechen oder etwas kürzer sein.
Hufe und Beine:
Vorderbeine:
Von vorne gesehen sollten die Beine parallel sein und eine Hufbreite auseinander stehen. Von der Seite gesehen sollten die Beine bis zum Fesselgelenk gerade sein. Das Vorderfußwurzelgelenk sollte einen größeren Umfang haben als das übrige Bein. Das Röhrbein sollte die halbe Länge des Vorarms haben. Die Fesseln sollten im Idealfall denselben Winkel wie die Schultern aufweisen.
Hinterbeine:
Von hinten gesehen sollten die Beine gerade sein und anzeigen, dass sie zu Zugpferden gehören und nicht eng wie bei Kühen (kuhhessig) stehen. Von der Seite gesehen sollen die Hinterbeine direkt mit dem Sprunggelenk unter dem Punkt des Hüfthöckers sein. Das Sprunggelenk soll deutlich und klar und im Idealfall ein bisschen höher als das Vorderfußwurzelgelenk sein. Das Röhrbein des Hinterbeins soll etwas länger als das des Vorderbeins sein.
Hufe:
Die Hufe sollen groß genug sein, um das Körpergewicht gesund und stabil tragen zu können, aber sie sollen nicht übertrieben groß zum Verhältnis des Körpers sein. Die Ballen sollen offen sein. Die Hufe sollen wohl geformt für ein langes Leben sorgen.
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